134 Monate - ein Reisebericht zum Abschied

von Natalie Raeber (Kommentare: 0)

Es begann alles in einer anderen Zeit. Ob meine Bewerbung über das Internet gesendet wurde, war nicht ganz klar und ich musste anrufen, um zu klären, ob es geklappt hatte. Auch eine Variante, beim zukünftigen Chef einen ersten Eindruck zu hinterlassen - insbesondere wenn du dich als E(!)-Learning-Spezialistin bewirbst. Smartphones und Apps gab es noch nicht, das interaktive Internet machte seine ersten Schritte in der Welt. Ich machte meine ersten Schritte im altehrwürdigen Hauptgebäude der Suva, um beim E-Learning in der internen Weiterbildung zu unterstützen.

Während der ersten Jahre im CCEL (Competence Center E-Learning) überzeugten mein Kollege Bruno und ich die Kursleitenden von der Idee des Blended Learnings (Mischung von online- und Präsenzelementen) und entwickelten mit ihnen WBTs (Web Based Trainings).

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Das Intranet war noch weit von dem entfernt, was es heute ist, und so bauten wir Intranet-Seiten in Flash (einer Animationssoftware) nach, um Beratungen im Beratungsfenster oder eine sinnvolle Hilfeseite für neue Mitarbeitende anzubieten.

Ein grosser Berg, den wir gemeinsam erklommen, war die Evaluation eines internen LMS (Learning Management System), welches wir nach längeren Diskussionen und Abklärungen auch implementieren konnten. Kurz nach der Implementierung "geschah" iPhone und Facebook - ganz neue Dimensionen in der Interaktion mit Hard- und Software, die das LMS und die WBTs natürlich (noch) nicht bieten konnten. Zudem war es auch der Todesstoss für Flash.

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Die Reise wurde stürmischer, mit vielen Wetterwechseln, die Reiseutensilien mussten häufiger geflickt werden, es blieb weniger Zeit für Neues. Auch meine Reisebegleiterinnen und Reisebegleiter wechselten häufiger. Doch es gab auch immer wieder Sonnenschein, schöne Erlebnisse und viele tolle Begegnungen. ... und auch mal einen Haufen Schnee...

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Die 134-monatige Reise beinhaltete auch tägliche Kurzreisen von Zürich nach Luzern und zurück. Ganz im Sinne von "der Weg ist das Ziel" nutzte ich die Zeit auf verschiedene Weise: Es entstand ein Vogel-Quartett für meine Nichte (dabei startete ich gleich meine Birding-Karriere) oder ich änderte ein Jahr lang ab und zu die Reiseart: in 14 Etappen spazierte ich die 75km zur Arbeit: road2work.wordpress.com.

Das frühe Aufstehen gelang mit der Zeit auch immer besser und gerade in den dunklen Wintermonaten wurde ich dafür in Luzern oft von wunderschönen Sonnenaufgängen begrüsst.

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Danke an alle, die einen Teil dieser Reise mit mir gegangen sind, mit denen ich mich austauschen und diskutieren konnte, mit denen ich lachen und kreativ sein konnte!

Am 22.12.16 geht meine Suva-Reise zu Ende. Wie das Abenteuer E-Learning bzw. Corporate Learning für mich weiter geht, weiss ich noch nicht. Ich freue mich, wenn wir über Xing oder LinkedIn verbunden bleiben, um gegenseitig die weiteren Reisen mitverfolgen zu können!

Viele Erlebnisse werden mir von Zeit zu Zeit in den Sinn kommen - so ist es mit langen Reisen: im Moment geniessen ist das Wichtigste, denn in der Erinnerung ändert sich alles sowieso von Tag zu Tag.

Smile Natalie

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