Action Learning in der Schweiz - ein Name, zwei Methoden

von Natalie Raeber (Kommentare: 1)

Ich bin eine Action Learning Moderatorin. Kürzlich habe ich realisiert, dass der Ausdruck “Action Learning” von scil, Crealogix und anderen in einem anderen Sinn verwendet wird. Wie können wir damit umgehen, wenn zwei Methoden denselben Namen tragen?
 
Action Learning wie ich es moderiere, 
  • basiert auf realen Herausforderungen
  • bringt eine Gruppe von Leuten zusammen
  • ist ein strukturierter Prozess, welchem offene Fragen zu Grunde liegen
  • fördert kritisches Denken und Handlung
  • ist ein Lernprozess für alle Beteiligten.
Meine Ausbildung habe ich 2013/14 in London bei Action Learning Associates gemacht. Der Action Learning Prozess ist hier sehr gut erklärt (auf Englisch).
 
So wie ich das Action Learning Projekt von Scil und Crealogix verstehe, 
  • ist es eine Methode, welche als Teil einer Ausbildung angewendet wird
  • basiert es auf einem realen Projekt aus der Arbeit
  • ist es ein Auftrag, der von einer Person bearbeitet wird
  • werden dabei Konzepte, Methoden und Wissen aus dem Kurs angewendet
  • wird es in einer schriftlichen Art eingereicht.
 
Für mich sind das zwei fundamental unterschiedliche Methoden.
 
Die einzige Gemeinsamkeit der beiden Methoden ist, dass die Ausgangslage eine reale Herausforderungen/ein reales Projekt ist. Ich muss auch gestehen, dass ich bei dem scil-Ansatz den Action-Teil, ausser beim Schreiben und Präsentieren der Arbeit, nicht ausmachen kann. Ich würde diese Methode Projekt-Arbeit nennen und es ist eine gute Sache, Projekt-Arbeiten bei der Ausbildung zu verwenden. Ist der Name “Action Learning Projekt” einfach ein hipperer Name?
 
Was können wir nun machen, da wir zwei total unterschiedliche Methoden mit demselben Namen haben?
 
Ich habe diesbezüglich ein ungutes Gefühl, habe aber keine Lösung.
 
Was sind deine Gedanken dazu?

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Kommentar von Natalie Raeber |

Die Hinweise auf linkedin (https://www.linkedin.com/pulse/action-learning-switzerland-one-expression-two-methods-raeber) haben gezeigt, wie flexibel Action Learning verwendet werden kann. Zentrale Elemente sind jedoch: real-life project - gutes Zuhören - offene Fragen stellen - handeln - reflektieren.
In den Beschreibungen des "Action Learning Projekts" von Scil und crealogix sehe ich diese Elemente nicht. Übersehe ich etwas?