Das war die TEDxZurich

Das war die TEDxZurich – die unabhängig organisierte TED Konferenz in Zürich. Ich war total begeistert, dass meine Bewerbung für ein Zuschauerticket akzeptierte wurde und ich tatsächlich eine Eintrittskarte erhielt. Ich war gespannt auf diese “ideas worth spreading” (Ideen, die es wert sind, verteilt/gehört zu werden). Jetzt ist der Tag vorbei und ich sollte total glücklich und inspiriert sein. Tja, es war anders, als was ich erwartet hatte.

Der Tag war perfekt organisiert und startete um 9 Uhr. Die Kaffee-Pausen und das Essen von “not guilty” waren toll. Bis um 17 Uhr gab es vier Blocks mit 15 Reden auf der Bühne, zwei auf Video und zwei musikalischen Einlagen. Die Themen der Reden waren aus den unterschiedlichsten Gebieten – das ist gut so, ist Teil des Konzepts und interessant. Die Qualität der Reden war mehrheitlich gut, keine war langweilig. Also ein perfekter Tag? Ich hatte erwartet, dass etwas anderes passieren würde: Ich wurde nicht inspiriert, wie ich es mir vorgestellt hatte, keine Funken, die auf mich über sprangen, keine Nahrung für meine eigenen Gedanken. Es fehlte etwas, aber was?

  • Was macht eine Rede inspirierend?
  • Wie kann ich mich inspiriert fühlen? (War es zu gut organisiert, war das Publikum zu wenig durchmischt?)
  • Was wird von einer TED Teilnehmerin erwartet?
  • Was hätte ich gebraucht, um mit dem nach Hause zu gehen, wofür ich gekommen bin?

Ich habe keine Antworten – noch nicht.

(Erschien erstmals am 06.10.2013 auf der damaligen Seite natalieraeber.com)

Kommentar von Sabine: Wozu bist du dahin gegangen? War deine Absicht klar? Wie wurde während dem Tag Beziehung gepflegt? Welchen Beziehungsrahmen hat die referierende Person mit den Zuhörenden aufgebaut?
Aufgrund deinen Fragen komme ich zum Schluss, dass du inspiriert worden bist. Möglicherweise auf einem anderen Gebiet, als du dir vorgenommen hast?

Antwort von Natalie: Danke für deine Fragen:
Beim Schauen von Reden via YouTube kam eine tolle Stimmung rüber, dieses Feeling wollte ich an der TEDxZurich finden.
Das Konzept von TED sieht keine Beziehung von ReferentIn zu den Zuschauenden vor. Dazu sind die Pausen da. Aber in den Pausen wirst du alleine gelassen. Da kann ich mir vorstellen, dass die Kontaktaufnahme in den USA besser geht als in der Schweiz, wo nur die miteinander reden, die sich eh schon kennen. So kam es mir zumindest vor. (Notiz an mich selbst: eine TED in den USA besuchen, um diese Aussage zu überprüfen.)
Deinem letzten Satz kann ich nur zustimmen: ich wurde inspiriert, tatsächlich nicht ganz so, wie ich es erwartet habe, aber dennoch. Und so gesehen, war’s ein guter Tag mit Erfahrungszuwachs.

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