1h45m – Von Arbeitsweg, Arbeit und dem Leben dabei und dazwischen

Dass ich wieder so lange bzw. noch viel länger zur Arbeit pendeln würde, hatte ich mir so nicht vorgestellt. Um den Schock zu überwinden, plante ich einen Blog zu schreiben und schaffte auch ein paar Beiträge. Diese sind nun hier nochmals als ein Beitrag zusammengetragen. Der Schock mit den Pendeln hat sich gelegt und deshalb kann ich den anderen Blog “schliessen”.

Zahlensalat (13.9.17)

Check-in

A) .25 oder .33

B) .49 (am Liebsten), .02 (lieber nicht), .06 (auch ok)

C) .07 oder .22 oder .37 oder .52 (egal, einfach der Nächste)

Zoom-out

A) .40 oder .55 oder .10 oder .25

B) .02, .32, . 34 (lieber nicht), .11 oder .39 sind ok

C) je nachdem

Und wenn ich mal Abenteuer brauche, dann verschiebe ich den Abfahrtsort um eines, behalte aber die Zeiten bei und schaue, wo ich hin komme.

 

Morgenspaziergang (7.9.17)

Zum Abschluss der Woche habe ich heute, zum Abschluss meines Zoom-in Arbeitsweges, einen etwas längeren Morgenspaziergang gemacht: neue Wege ausprobieren!

Chill out… (5.9.17)

Eine Kollegin hat vorgeschlagen nicht von „Pendeln“ zu reden, sondern beispielsweise von „zoom in“ am Morgen und „chill out“ am Abend.

Heute bei schönem lauem Wetter ist „chill out“ genau der richtige Ausdruck:

Ich muss mich nicht beeilen, denn ich will nicht den sehr vollen Zug erwischen. Also geniesse ich noch etwas die Umgebung.

Und da die Klimaanlage im Zug nicht nach kommt, ist es auch im Zug recht warm…

hin- und herbewegen (4.9.17)

Es hat nun also begonnen, mein regelmässiges Hin- und Herbewegen zwischen Zürich und Zollikofen bei Bern.

Das Pendeln sei ein schwaches Verb, verrät mir der Duden, ich finde es, vorfallen den Start, ziemlich tough.

In der letzten Traumsequenz sang eine Süssigkeitenverkäuferin an einer Dorfchilbi die Ballade von Lucy Jordan und ich möchte das jetzt nicht analysieren.

Die rosa-blaue Sonnenankündigung findet wie üblich im Osten statt. Wir fahren nach Westen und ich sehe das Spektakel nur, wenn ich meine frühmorgendlich-steifen Rücken verdrehe. Es lohnt sich dennoch und weckt.

Ab Aarau werden alle Sitzplätze genutzt. Immerhin gilt hier offenbar noch die simple, höfliche Frage „Ist hier frei?“

Ich prophezeie, dass die Statistik des Bundes zur Pendlermobilität 2017 ziemlich anders aussehen wird als 2015: Gefühlte 100% aller Arbeitnehmenden sitzen morgens vor sieben Uhr im Zug.

Da ich noch nichts zu arbeiten habe, kann ich während meinem Frühstück die ersten Sonnenstrahlen auf der mittelländlichen Landschaften bestaunen und einen Podcast hören. Genuss pur!

Feuer- und Wasserprobe (31.8.17)

Froh bin ich, nicht im Mittelalter zu leben, wo Feuerprobe noch richtig schmerzhaft war. Dafür habe ich gleich zwei Elemente heue abgehakt: die Feuerprobe beim Einsatz als Workshopleiterin und die Wasserprobe beim letzten Stück Arbeitsweg.

Die Stare sammeln sich für den Flug in den Süden.

Bis anhin war es da stets sonnig und sommerlich heiss-warm gewesen. Ein Zeichen, dass die harte (nasse) Realität bald beginnt? (Theoretisch morgen Freitag, praktisch am Montag.) 😉

Hauptprobe (31.8.17)

Die Erfahrung gestern mit diesem Zug war gut, also nehme ich auch heute den 7.06er. Heute bin ich dass letzte Mal vor meinem offiziellen Arbeitsstart unterwegs. Eine Tagung findet statt zur Arbeitsweise in der Zukunft. Meine Feuertaufe dann am Nachmittag, wenn ich einen Workshop leiten werde.

Alles bereit für die letzten Vorbereitungen:https://1h45m.files.wordpress.com/2017/08/img_3334.jpg?w=467&h=350

 

Erste Abend-Rush-Hour (30.8.17)

Ich war früh genug auf dem Bahnhof, so dass ich mich nicht durch Menschenströme kämpfen musste. Während ich nun einen ersten Rat befolge (17.11 Uhr Zug), füllt sich draussen langsam das Perron und drinnen im Zug ist es zwar nicht leer, aber auch nicht proppenvoll.

Das war ein guter Ratschlag!

In der Aare schwimmen noch die letzten Sommer-Anbeter_innen während sich am Himmel die Wolken zum angekündigten Wetterumschwung zusammen ziehen.

Dritter Prolog (30.8.17)

Heute findet ein E-Learning Tag statt. So bin ich zum zweitletzten Mal vor meinem Arbeitsstart auf dem Weg nach Bern.

Heute in einem Zug, der nicht direkt fährt, daher etwas länger hat – und leer ist. Jedenfalls ab Zürich habe ich einen Waggon für mich alleine.

Ich fühle mich gerade wie die totale Pendel-Jedi – mastered the hardest part! Alle Befürchtungen, die Tage in engen Verhältnissen mit vielen fremden Leuten zu starten, lösen sich in den Sonnenatrahlen des letzten Sommertages auf.

In Baden bekommt mein Jedi-Ego einen ersten kleinen Dämpfer: es steigen ein paar Leute zu, in Brugg nochmals ein paar und in Aarau füllt sich der ganze Wagen.

Es gibt trotzdem einen gewaltigen Vorteil: ich sitze am Fenster in Fahrtrichtung! Noch muss ich nicht arbeiten und kann die Aussicht geniessen, also nicht diese:

23.8.17

Morgen, erste Zugstrecke ab 6 Uhr

  • Rosarote Wolken in der Ferne.
  • Stellenweise sanfte Bodennebelrollen.
  • Grüne Felder mit weissen Störchen

Zweite Zugstrecke ab 7 Uhr

  • Das System beim Anstehen für die S-Bahn verstehen lernen
  • Sonnenaufgang: 07.10 Uhr
  • Maisfelder und grasende Kühe

Tür zu Tür: 1h 40 Min

Zielblick
Zielblick

Abend:

S-Bahn ab Bern 14.38

  • Sitz- und Tischchenanordnung nicht ideal zum Arbeiten am Laptop (ist der untere Stock besser?)
  • Zum Sitzen und Schlafen sind die Sitze auch nicht grad bequem
  • bis Olten weniger Tunnel
  • Genügend Platz (wegen den ersten zwei Punkten?)

Tür zu Tür: 2h 05 Min

Leere Sonnenplätzchen
Leere Sonnenplätzchen

Zweiter Prolog (23.8.17)

Ein gestaffelter Einstieg in die neue Arbeit – mir gefällt das. Diese Woche bin ich unterwegs zur Teamsitzung. Da diese um 8.15 beginnt, probiere ich nun das frühmorgendliche Pendeln. Die frühste Möglichkeit.

Das gehört dann dazu:

Dunkle leere Strassen beim Warten auf das Tram
Dunkle leere Strassen beim Warten auf das Tram

Im Tram die italienisch parlierende Frühschicht der Migros (wahrscheinlich).

 

Ein fast leerer Bahnhof
Ein fast leerer Bahnhof

Und trotzdem ein relativ voller Zug.

Ich frage mich immer, wo all diese Leute dann plötzlich her kommen.

 

Erster Prolog (17.8.17)

Es geht noch zwei Wochen bis zum offiziellen Start meiner neuen Stelle. Heute fahre ich schon mal für ein erstes Treffen hin. Ich habe mir einen Zug herausgesucht, der nicht frühmorgens fährt – doch auch um halb neun ist dieser ziemlich voll.

Daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen: volle Züge.

Meine „Gegenmassnahmen“:

  • Kaffee im Mehrweg-Becher
  • Gute Kopfhörer, die Aussengeräusche dämpfen
  • Eine Aufgabe für den Hinweg (z.B. dieser Blog)
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